loading
 

 Flower Power  [Übersicht]

     Pflanzenwelt Namibias Seit 1990 züchten wir Pflanzen aus Namibia - inzwischen eine ganze Menge:

       Aloen

      Auch 2010 wurden bereits neue Stecklinge von Aloe esculenta ezogen. Insgesamt haben wir derzeit 33 Pflanzen, darunter 25 june Stecklinge, bei denen sich zeigen muss, wieviele gut anwachsen.
      Eine Aloe dichotoma, die im Winter versehentlich im Vegetationskegel nass wurde, ist teilweise abgefault. Der untere Teil ist derzeit jedoch noch gesund.

       Marula

      # Der Marula-Baum hat schon jetzt längere Zweige als im Vorjahr bis zum Ende des Sommers sowie zwei neue Triebe. Dadurch sind die Zweige so schwer, dass sie unterstützt werden müssen.

       Grewia

      Die beiden Grewia-Arten, die wir züchten, bilden laufend neue Knospen, allerdings werden die schönen, gelben Blüten nur spärlich befruchtet. Die Beeren sind eßbar, haben aber nur wenig Fruchtfleisch.

       !nara-Melone (Acanthosycos horrida)
      Eine speziell an die Bedingungen in Rivieren (unterirdischen Wasserläufen) der sandigen Namib-Wüste angepasste mehrjährige Pflanze. Unter den Bedingungen in Österreich konnten wir diese bisher nur einjährig im Sommer züchten.

      2012 ist dank des warmen Frühlings eine Pflanze frühzeitig gekeimt und konnte sich bisher sehr gut entwickeln. Wir haben daher mit dem Botanischen Garten Linz, der eine zum Thema passende Ausstellung hat, vereinbart, diese ab Mitte August zur Verfügung zu stellen.

       Commiphora africana

      hat die längsten neuen Zweige seit wir vor 7 Jahren mit der Aufzucht begonnen haben (64 cm) und erstmals aus den diesjährigen Zweigen Nebentriebe gebildet. Der Baum wurde im Winter praktisch ohne Wasser in einer schattigen Ecke im Zimmer gehalten.

       Boscia albitrunca

      hat das stärkste Wachstum seit Jahren. Versehentlich haben wir einen Wurzelableger der Pflanze gezüchtet, nachdem eine Wurzel in einen anderen Topf mit Erdnüssen gewachsen ist.

       Feigen

      Ficus illicina, die Felsenfeige, wurde nach der Bildung einer Luftwurzel, die in einem benachbarten Topf wuchs, durch einen Schnitt unterhalt der Luftwurzel geteilt. Der Stamm-Stumpf treibt jetzt 2 neue Zweige, die Baumkrone bildete mehrere weitere Luftwurzeln aus. Auch der zweite, ältere Baum, der seit 1993 wächst, hat mehrere Luftwurzeln gebildet, die inzwischen eine Länge von über einem meter erreicht haben.

       Mundulea sericea

      Dieser kleine leguminose Baum blüht bei uns etwa jedes zweite Jahr. Er hat dann hübsche, lila Blütenstände. Er enthält das natürliche Insektizid Rotenon.

       Kalanchoen

      In Namibia kommen mehrere Arten dieser sukkulenten Büsche vor. Wir züchten davon zwei, die äußerst trockenheitsresistent sind und eher unscheinbare gelbliche bis rötliche Blüten haben.

       Akazien

      sind in Namibia ein landschaftsbestimmender Busch. Allerdings kommen die meisten Arten in größeren Gebieten Afrikas vor. Neben Acacia nilotica haben wir auch Acacia mellifera.

       Mesems

      Da der Botanische Garten in Linz auf Mesembryathaceen spezialisiert ist, haben wir derzeit nur eine einzige Ruschia-Art aus Namibia im Gewächshaus.

       Ziziphus

      Ziziphus mucronata hat eßbare Beeren, die aber nicht verwendet werden, weil die äußerst unangenehmen Dornen die Ernte zu aufwendig machen. Wir haben jetzt nur noch 2 Pflanzen, nachdem wir mehrmals erfolglos eine Freiland-Überwinterung versucht haben.

       Bidens pilosa

      Dieses Unkraut, das in feuchten Jahren in der Halbwüste in massen wächst, wird von den Namibia-Deutschen als 'Buschmannspfeile' bezeichnet, weil die Samen wie die der Klette sehr anhänglich sind. In Freiland können die Pflanzen bei uns ein einem Sommer über 2 Meter Höhe erreichen und in milden Wintern im Boden überdauern. Allerdings ist die Gefahr der Verwilderung nicht gegeben, weil die Samen im Freiland nur in sehr warmen Sommern ausreifen.

       Kap-Sauerklee

      Oxalis pes-caprae wächst auch im Süden Namibias, hat sich aber im Mittelmeergebiet als Unkraut ausgebreitet. Als Kalthauspflanze ist die Sauerkleeart interessant, weil sie nur im Winter und dann reichlich blüht. sie läßt sich leicht über die Wurzelknollen vermehren.

       Naturalisierte Pflanzen Einige Pflanzen sind in Namibia vom Menschen verbreitet worden und sind verwildert. Die folgenden haben wir mitgebracht:

      # Datura inoxis: Eine Stechapfelart aus Amerika, die schöne, weiße Trompetenblumen hat
      # Asclepias fruticosa, eine Seidenblumenart, ebenfalls aus Amerika
      # Argemone ochroleuca, eine Stachelmohnart, die vermutlich aus Amerika stammt und sich dem Kalahari-Klima sehr gut angepaßt hat. Sie produziert reichlich Samen, die wir bei Interesse zur Verfügung stellen können.
      # Ebenfalls in Namibia verbreitet ist Tagetes minuta aus Mexiko. Die von uns entdeckte Sorte hat jedoch mehr Ähnlichkeit mit Tagetes lemmonii. Es wachsen einige Exemplare, die sich auch selbst aussähen.

       Lilien

      Am besten wächst bei uns eine Urginea-Art, die über kleine Zwiebelchen, die sich anstelle von Samen an den Fruchtständen bilden, leicht vermehrbar ist.
      Eine andere Art wurde über Samen vermehrt, konnte aber noch nicht bestimmt werden, da sie noch nicht geblüht hat.

       Euclea undulata

      Ein zu den Ebenholzgewächsen gehörender Baum, der reichlich blüht, allerdings nur kleine, chremefarbene Blüten hat. Schon über 1,5 Meter hoch.

       Montinia caryophyllacea

      Dieser Busch bildet reichlich Wurzelaustriebe, aus denen er vermehrt wird, und hält Trockenheit sehr gut aus, allerdings sind die dürren Blätter eher unansehnlich. Aus diesen beiden Grünen haben wir fast ein Duzend Pflanzen vermehrt.

       Sonstige

      Ipomoea: Von den ursprünglich 2 Arten hat eine im Jahr 2011 überraschend in alter Blumentopferde gekeimt. Daraus haben wir 2012 5 Exemplare gezüchtet, von denen 2 inzwischen wieder reife Samen haben.
      Ximenia americana: Saatgut unter diesem Namen hat sich als anderer Baum herausgestellt, den wir nicht bestimmen konnten
      Eine Helichrysum-Art (Strohblume) hat sich als Verunreinigung in Saatgut eingeschwindelt, daher können wir nicht nachvollziehen, von wo sie genau kommt.
      Eine kriechende Staude konnten wir auch noch nicht bestimmen.
      In Sand aus der Küstennamib, der sich in Schuhritzen nach Österreich schwindelte, fand sich ein winziger weißer Same, aus dem sich 2011 eine wenig spektakuläre Mesem-Art entwickelte, die sich aber unkrautartig verbreitet.